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Tiere begleiten uns auf so viele wunderbare Arten.
In diesem Blog schreibe ich über sämtliche Themen rund ums Tier und alle Dinge, die einen als Tierhalter beschäftigen.

Ich möchte Wissen, Erfahrungen und Gedanken teilen und freue mich immer über eure Feedbacks, Anregungen und eigene gesammelte Erfahrungen.
 

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Verlust und Trauer

  • Autorenbild: Christiane Burghoff
    Christiane Burghoff
  • 8. März
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 17. März



Wenn auch ein ungewöhnliches und vorallem trauriges Thema um in einen Blog zu starten, möchte ich das Thema dennoch aufgreifen, weil ich es wichtig finde und da ich selbst aktuell noch in der Trauerphase stecke. Mein Mann und ich mussten im vergangenen Jahr erst unsere geliebte Katze Batida ( an meinem Geburtstag Ende September ) und keine 3 Monate später ( es war kurz vor Weihnachten ) unseren Hund und treuen Weggefährten Feivel über die Regenbogenbrücke schicken.... Der Schmerz ist noch immer so groß und jeder der bereits ein Haustier verloren hat, weiß wovon ich schreibe und kann nachempfinden bzw. mitfühlen....



Es ging so schnell hintereinander, dass man kaum Zeit hatte den einen Verlust zu verarbeiten, da kam schon der nächste.

Das Schlimmste für mich ist noch heute, dass niemand wirklich wusste was unserer Katze fehlte, wir konnten nichts tun und mussten sie an einem Sonntag im Notdienst erlösen, denn wir wollten und mussten ihr Leid dann auch schnell beenden.


Noch immer überkommt die Trauer mich überfallsartig und schubweise, so denkt in dem einen Moment das man ganz gut zurechtkommt und sich auf einem guten Weg befindet, und mit dem nächsten Gedanken rollen die Tränen wie auf Knopfdruck... Das alles ist ein ganz schwerer Brocken, den man irgendwie verdauen muss. ABER, das möchte ich ausdrücklich betonen, ist diese Trauer wichtig! Der Schmerz braucht Platz und muss gefühlt werden, denn verdrängen und wegschieben macht alles nur schlimmer! Denn irgendwann, auch wenn es Monate oder sogar Jahre später ist, kommt das Verdrängte explosionsartig an die Oberfläche und haut einen um! Wortwörtlich.... das weiß ich ( und auch bestimmt viele andere von euch ) aus Erfahrung. Gebt euch die Zeit, egal wielange es dauert! Wenn ihr sprechen wollt, dann sprecht und wenn ihr eure Ruhe und weinen wollt, dann tut genau das! Es gibt keinen roten Faden der Trauer und niemand kann jemand anderem vorschreiben oder vorwerfen, wielange er trauern soll oder darf!


Wir alle wissen, es wird der Tag kommen an dem wir uns von unserer geliebten Fellnase verabscheiden müssen. Dennoch denken wir natürlich nicht tagtäglich darüber nach und genießen unsere gemeinsame Zeit, spielen, kuscheln und sind glücklich darüber, das der geliebte Hund oder die geliebte Katze für uns da ist, uns zuhört, tröstet und auch wieder zum Lachen bringt wenn es uns schlecht geht! Sie spüren genau was wir gerade brauchen, sind unser Halt in schweren Zeiten und beflügeln uns wenn wir es am meisten brauchen.


Plötzlich und so schnell ist der Tag da.....

Der Tag an dem einem bewusst wird, das alles plötzlich langsamer wird, die Schnauze wird grau und die Gassirunde wird immer kleiner und auch das Aufstehen fällt zunehmend schwerer.

Ich persönlich empfand diese Zeit, auch wenn es im ersten Moment sehr schwierig ist zu akzeptieren, sehr intensiv. Die Beziehung zu einem Senior wird nochmal inniger und intensiver. Ich wurde feinwühliger und habe die Zeit noch mehr wertgeschätzt und aufgesogen solange ich konnte. Ich hatte das Gefühl, das die Bindung nochmal vertrauter und emotionaler wurde.


Die große Angst ist jeden Tag da und die Frage " Wann ist der richtige Zeitpunkt?" schwebt über einem wie eine große, graue Wolke, die Angst den Moment zu verpassen, denn keinesfalls möchte man dass die geliebte Fellnase leidet und sich nur noch durch die Tage "schleppt".

Von allen Seiten hieß es nur noch " du wirst es merken! Hör` auf dein Bauchgefühl!"


Nun.... rückblickend kann ich sagen, es ist wirklich so! Keine Floskel die man so um sich wirft! Der Tag war da, an dem wir beide ( mein Mann und ich ) uns einig waren...

Wir haben es in seinen Augen, seinem Blick gesehen das er nicht mehr konnte und auch nicht mehr wollte. Dieser Schmerz ist unerträglich und der Verlust fühlt sich an, als würde mir jemand ein Stück meines Herzens herausreißen...

ABER wir sind es Ihnen schuldig! Wir sind es Ihnen schuldig, sie in Würde gehen zu lassen und bei Ihrem letzten Atemzug bei Ihnen zu sein, sie im Arm zu halten und Ihnen zu verstehen geben" Es ist okay, du darfst gehen! Wir werden dich immer lieben!"


Für uns war klar, das wir dies möglichst stressfrei machen, denn Autofahren war für unseren Liebling schon immer der reine Horror und in Kombination mit einem Arztbesuch, schlug sein Herz locker doppelt so schnell und sein Stresspegel stieg ins Unermessliche...


Also war klar, dort wo er sich am wohlsten fühlt und sicher und geborgen ist, nämlich in seinem Zuhause, darf er würdevoll gehen.

Unser geliebter Feivel ist friedlich in unseren Armen eingeschlafen und wurde anschließend von einem Bestattungsunternehmen abgeholt.

Mit Respekt und Würde ist er auch nach dem Tod dort noch behandelt worden und mit viel Rücksicht und Empathie hat man uns da durch begleitet.


Wir haben ihn in einer Einzelkremierung verbrennen lassen und konnten ihn wenige Tage später vom Bestattungsinstitut abholen. Zusammen mit der Urne wurden uns noch liebevoll gestaltete Karten ( u.a mit den Pfotenabdrücken versehen ) übergeben.

Die Wichtigkeit und die Bedeutung eines Tierbestatters ist heute nicht mehr weg- oder kleinzureden. Wir betrauern unsere Tiere genauso wie ein Familienmitglied und das braucht einen Prozess, der sich von dem eines humanen Bestatters kaum unterscheidet.


Denn unsere Tiere SIND Familie! Wir lieben und beschützen Sie jeden Tag!


Ich weiß, Feivel ist bei uns, auch wenn wir ihn nicht mehr sehen und anfassen können, so spüren wir ihn weiterhin an unserer Seite!


Wir danken den "Engelsreisen" aus Scharbeutz!


und der freundlichen Tierärztin die unserem lieben Feivel eines schmerzfreien und entspannten letzten Weg bereitet hat! Natürlich auch für die ebenso respekt- und würdevolle Beisetzung unserer Batida, die neben Feivel auf unserem Schrank steht!

Feivel ist 12,5 Jahre alt geworden und Batida fast 14 Jahre.



Sowohl unsere Batida, als auch unser Feivel mussten, da bestand keinerlei Zweifel oder Überlegung, mit in die Gestaltung meiner Homepage einfließen.

So zieren viele Bilder von Ihnen also meine Seiten und tragen ihren Teil zu meinem "Werden" bei.


Sie bleiben für immer im Herzen!!!


Ihr freue mich über eure Erfahrungen, wenn ihr sie teilen möchtet :)





 
 
 

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"Die Liebe zu allen Lebewesen, ist die edelste Eigenschaft des Menschen."
( Charles Darwin )

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